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Aktionswochen gegen Antisemitismus in Köln

Die DIG AG Köln lädt gemeinsam mit dem Bündnis gegen Antisemitismus - BgA Köln und dem AStA der Universität zu Köln zu den diesjährigen Aktionswochen gegen Antisemitismus ein. Diese starten am 21. Oktober 2020.

Die acht Vortragsveranstaltungen werden dieses Jahr online über den Youtube-Kanal des BgA Köln angeboten. Dies geschieht mit Rücksicht auf das Coronageschehen zur Zeit. Über den Chat des Streamingkanals können Sie auch Fragen zur Veranstaltung einreichen, wozu eine Anmeldung bei Youtube notwendig ist.

Auch in diesem Jahr werden die Aktionswochen gegen Antisemitismus stattfinden. Zwischen dem 21.10.2020 und dem 01.12.2020 werden sich insgesamt acht Referierende mit verschiedenen Aspekten des Antisemitismus’ auseinandersetzen. Aufgrund der SARS-CoV-2-Pandemie werden die diesjährigen Veranstaltungen nicht in Präsenz in Köln, sondern ausschließlich Online stattfinden und via Youtube gestreamt werden bzw. als Zoom Event stattfinden.

Der Youtube-Channel des BgA Köln ist hier zu finden: https://www.youtube.com/channel/UCcy_ftBezbssjm3Wz_Yy_Gw.

Die Aktionswochen gegen Antisemitismus veranstaltet das Bündnis gegen Antisemitismus Köln in Kooperation mit dem AStA Uni Köln und der Deutsch-Israelische Gesellschaft AG Köln sowie mit Unterstützung der Amadeu Antonio Stiftung.

Die einzelnen Streaminglinks finden sich auf den entsprechenden Facebookseiten der Veranstaltung. Außerdem werden Sie rechtzeitig auf der Homepage der DIG AG Köln veröffentlicht und im Newsletter der DIG AG Köln veröffentlicht. Die Homepage finden Sie hier: http://koeln.deutsch-israelische-gesellschaft.de, die ganze Veranstaltungsreihe hier:

Hier finden sich alle Veranstaltungen:

Mittwoch, 21. Oktober 19:30
Michael Brenner: Hitlers Testgelände. Wie München zur Hauptstadt des Antisemitismus wurde
https://www.facebook.com/events/271411510733154/
Streaming-Link: https://youtu.be/U5K1vHtK08A

Montag, 2. November 19:30
Alexander Steder: Antisemitismus – Ideologie und Kommunikationsstrategie des IS
https://www.facebook.com/events/766699523879008/
Streaming-Link: https://youtu.be/Xdh3tP_rmS0

Mittwoch, 4. November 19:30
Ronen Steinke: Terror gegen Juden - Wie antisemitische Gewalt erstarkt und der Staat versagt
https://www.facebook.com/events/792977774601338/
Streaming-Link:  https://youtu.be/Qhtts_qJbbM

Donnerstag, 12. November 19:30
Remko Leemhuis: "Ich muß deshalb dringend von jeder zusätzlichen Aktion für Israel abraten" - Das Auswärtige Amt und Israel zwischen 1967 und 1979
https://www.facebook.com/events/2103385199794659/
Streamin Link: https://youtu.be/tFQ3UoqmSQk

Mittwoch, 18. November 19:30
Jan Weyand: Die Gegenwart des Antisemitismus
https://www.facebook.com/events/1323669131326747

Dienstag, 24. November 19:30
Melanie Hermann: Antimoderner Abwehrkampf - Zum Zusammenhang von Antisemitismus und Antifeminismus
https://www.facebook.com/events/270382514414589

Montag, 30. November 19:30
Sina Arnold: „Across lines of color“. Das Verhältnis schwarzer und jüdischer Communities in den USA
https://www.facebook.com/events/3841746212543115/

Dienstag, 1. Dezember 19:30
Ingo Elbe: It’s not systemic - Antisemitismus im akademischen Antirassismus
https://www.facebook.com/events/262157775173286/


Ausführliche Beschreibung der einzelnen Veranstaltungen:

Mittwoch, 21. Oktober 19:30
Michael Brenner: Hitlers Testgelände. Wie München zur Hauptstadt des Antisemitismus wurde
https://www.facebook.com/events/271411510733154/

Mit der Niederschlagung der Räterepublik und dem Beginn der politischen Reaktion stand München frühzeitig im Zentrum antisemitischer Politik. Bereits 1920 kam es zu ersten Versuchen der Ausweisung osteuropäischer Juden duch die bayerische Regierung, die 1923 in größerem Umfang wiederholt wurde. 1921 wurden Münchner Synagogen mit Hakenkreuzen beschmiert. 1923 sollte ein besonders schicksalsschweres Jahr für die Münchner Juden werden, in dem Boykottaufrufe und gewalttätige Angriffe gegen Münchner Bürger sich häuften. Auch wenn sein Putschversuch im November 1923 scheiterte, hatte Hitler die Erkenntis gewonnen, dass seine antisemitische Propaganda letztlich erfolgreich war.
Michael Brenner ist Professor für Jüdische Geschichte und Kultur an der Ludwig-Maximilians-Universität München und Direktor des Center for Israel Studies an der American University in Washington, D.C. Er ist Internationaler Präsident des Leo Baeck Instituts für deutsch-jüdische Geschichte und Kultur Zu seinen Buchveröffentlichungen, die in zwölf Sprachen übersetzt wurden, zählen zuletzt: Der lange Schatten der Revolution: Juden und Antisemiten in Hitlers München, 1918-1923 sowie Israel: Traum und Wirklichkeit des jüdischen Staates.
 
Der Vortrag wird online stattfinden und über Youtube gestreamt. Ein Link folgt noch.
Veranstaltet vom Bündnis gegen Antisemitismus Köln, dem AStA der Universität zu Köln und der Deutsch-Israelischen Gesellschaft AG Köln. Unterstützt von der Amadeu Antonio Stiftung.

Streaming Link: https://youtu.be/U5K1vHtK08A


Montag, 2. November 19:30
Alexander Steder: Antisemitismus – Ideologie und Kommunikationsstrategie des IS
https://www.facebook.com/events/766699523879008/

Mit der Geiselnahme im koscheren Supermarkt „Hyper Cacher“ im Januar 2015 versuchte der IS-Anhänger Amedy Coulibaly, den freien Abzug der Terroristen zu erpressen, die zwei Tage zuvor einen Anschlag auf die Redaktion von „Charlie Hebdo“ begingen und sich auf der Flucht vor der Polizei verschanzten.
Dem französischen Sender BFM TV gelang es damals, ein kurzes Telefoninterview mit dem Geiselnehmer zu führen. Auf die Frage, ob er sich das Geschäft aus einem bestimmten Grund ausgewählt hätte, antwortete dieser: „Ja. Die Juden. Wegen der Unterdrückung, vor allem des Islamischen Staats, aber überall. Es ist für alle Gegenden, wo Muslime unterdrückt werden. Palästina gehört dazu.“ Zu diesem Zeitpunkt hatte Coulibaly bereits vier jüdische Geiseln ermordet. Erst die Stürmung des Supermarktes durch Spezialeinheiten der Polizei beendete die Geiselnahme und verhinderte weiteres Blutvergießen.
Trotz des offensichtlichen Hintergrunds der Geiselnahme wurde der Antisemitismus der Terrororganisation „Islamischer Staat“ in der folgenden Berichterstattung nur selten direkt thematisiert. Der Vortrag fragt deswegen danach, welchen Stellenwert der Antisemitismus in der Ideologie der Terrororganisation „Islamischer Staat“ einnimmt, wie dieser in der IS-Propaganda kommuniziert wird, welche Sicherheitsrisiken damit verbunden sind und welche Maßnahmen darauf erfolgen müssen.
Alexander Steder ist Geschichts- und Politikwissenschaftler aus Marburg und hat u.a. die IS-Zeitschrift "Dabiq" systematisch ausgewertet.
Der Vortrag wird online stattfinden und über Youtube gestreamt. Ein Link folgt noch.
Veranstaltet vom Bündnis gegen Antisemitismus Köln, dem AStA der Universität zu Köln und der Deutsch-Israelischen Gesellschaft AG Köln. Unterstützt von der Amadeu Antonio Stiftung. 

Streaming Link: https://youtu.be/Xdh3tP_rmS0

Mittwoch, 4. November 19:30
Ronen Steinke: Terror gegen Juden - Wie antisemitische Gewalt erstarkt und der Staat versagt
https://www.facebook.com/events/792977774601338/

In Deutschland hat man sich an Zustände gewöhnt, an die man sich niemals gewöhnen darf: Jüdische Schulen müssen von Bewaffneten bewacht werden, jüdischer Gottesdienst findet unter Polizeischutz statt, Bedrohungen sind alltäglich. Der Staat hat zugelassen, dass es so weit kommt - durch eine Polizei, die diese Gefahr nicht effektiv abwehrt, sondern verwaltet; durch eine Justiz, die immer wieder beschönigt.
Der jüdische Autor Ronen Steinke, selbst Jurist, ist durch Deutschland gereist und erzählt von jüdischem Leben im Belagerungszustand. Er trifft Rabbinerinnen und Polizisten, konfrontiert Staatsschützer, Geheimdienstler und Minister mit dem Staatsversagen. Viel muss sich ändern in Deutschland. Was zu tun wäre, erklärt dieses Buch.
Ronen Steinke ist Redakteur und Autor der Süddeutschen Zeitung. Seine juristische Doktorarbeit über Kriegsverbrechertribunale von 1945 bis heute wurde von der FAZ als »Meisterstück« gelobt. Im Piper Verlag erschien seine Biografie über Fritz Bauer, den mutigen Ermittler und Ankläger der Frankfurter Auschwitz-Prozesse, die mit »Der Staat gegen Fritz Bauer« 2015 preisgekrönt verfilmt und in mehrere Sprachen übersetzt wurde. Im Berlin Verlag erschien 2017 das hochgelobte Buch Der Muslim und die Jüdin. Die Geschichte einer Rettung in Berlin. Er veröffentlichte 2020 das Buch Ronen Steinke: Terror gegen Juden. Wie antisemitische Gewalt erstarkt und der Staat versagt, Berlin 2020
Der Vortrag wird online stattfinden und über Youtube gestreamt. Ein Link folgt noch.
Veranstaltet vom Bündnis gegen Antisemitismus Köln, dem AStA der Universität zu Köln und der Deutsch-Israelischen Gesellschaft AG Köln. Unterstützt von der Amadeu Antonio Stiftung.

Streaming-Link:  https://youtu.be/Qhtts_qJbbM

Donnerstag, 12. November 19:30
Remko Leemhuis: "Ich muß deshalb dringend von jeder zusätzlichen Aktion für Israel abraten" - Das Auswärtige Amt und Israel zwischen 1967 und 1979
https://www.facebook.com/events/2103385199794659/

Die Dissertation "Ich muß deshalb dringend von jeder zusätzlichen Aktion für Israel abraten" untersucht das Verhältnis des Auswärtigen Amtes zu Israel. Dabei fragt die Arbeit, welche Vorstellungen, Wahrnehmungen und Bilder über den jüdischen Staat im untersuchten Zeitraum unter den Diplomaten im Amt vorherrschten und wie sich diese auf die Formulierung und Implementierung auswärtiger Politik ausgewirkt haben. Diese Fragen werden im Gesamtkontext deutscher Nahostpolitik analysiert. 
Dr. Remko Leemhuis hat Politik- und Islamwissenschaft studiert. Er war Stipendiat der Friedrich-Ebert-Stiftung und leitet seit 2019 das Büro des American Jewish Committee (AJC) in Berlin. Publikation: Remko Leemhuis: „Ich muß deshalb dringend von jeder zusätzlichen Aktion für Israel abraten.“ Das Auswärtige Amt und Israel zwischen 1967 und 1979. LIT Verlag, Münster 2020. 469 S., 44,90 €.
Der Vortrag wird online stattfinden und über Youtube gestreamt. Ein Link folgt noch.
Veranstaltet vom Bündnis gegen Antisemitismus Köln, dem AStA der Universität zu Köln und der Deutsch-Israelischen Gesellschaft AG Köln. Unterstützt von der Amadeu Antonio Stiftung.

Streaming Link: https://youtu.be/tFQ3UoqmSQk


Mittwoch, 18. November 19:30
Jan Weyand: Die Gegenwart des Antisemitismus
Facebook-Event folgt.

Dienstag, 24. November 19:30
Melanie Hermann: Antimoderner Abwehrkampf - Zum Zusammenhang von Antisemitismus und Antifeminismus
Facebook-Event folgt.

Montag, 30. November 19:30
Sina Arnold: „Across lines of color“. Das Verhältnis schwarzer und jüdischer Communities in den USA
https://www.facebook.com/events/3841746212543115/

Im Rahmen der jüngsten Black Lives Matter Proteste wurde in den USA, auch angesichts vereinzelter Angriffe auf jüdische Geschäfte und Synagogen, erneut über das Verhältnis von Schwarzen und Juden*Jüdinnen diskutiert. Historisch war dieses von Solidarität wie von Konflikten geprägt. Der Vortrag behandelt einige zentrale historische Phasen, wie etwa die gemeinsamen Kämpfe in der Bürgerrechtsbewegung oder das Entstehen eines antizionistischen schwarzen Nationalismus. Er fragt, ob es tatsächlich einen spezifischen „black antisemitism“ gibt und diskutiert die Rolle von „whiteness“ für existente Spannungen zwischen den Communities. Schließlich beleuchtet er aktuelle Kooperationen angesichts von Trump-Administration und militanter rechter Mobilisierungen und fragt, welche Implikationen die US-Geschichte für antirassistische und anti-antisemitische Bewegungen in Deutschland hat.
Sina Arnold ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin. Von ihr sind u.a. erschienen „Das unsichtbare Vorurteil. Antisemitismusdiskurse in der US-Linken nach 9/11“ und, gemeinsam mit Olaf Kistenmacher: „Der Fall Ethel und Julius Rosenberg. Antikommunismus, Antisemitismus und Sexismus in den USA zu Beginn des Kalten Krieges.“
Der Vortrag wird online stattfinden und über Youtube gestreamt. Ein Link folgt noch.
Veranstaltet vom Bündnis gegen Antisemitismus Köln, dem AStA der Universität zu Köln und der Deutsch-Israelischen Gesellschaft AG Köln. Unterstützt von der Amadeu Antonio Stiftung.


Dienstag, 1. Dezember 19:30
Ingo Elbe: It’s not systemic - Antisemitismus im akademischen Antirassismus
https://www.facebook.com/events/262157775173286/

Dr. Ingo Elbe ist wissenschaftlicher Mitarbeiter und Privatdozent am Institut für Philosophie der Universität Oldenburg. Letzte Publikationen zum Thema: (als Mitherausgeber): Zeitschrift für kritische Sozialtheorie und Philosophie 1/2018: Schwerpunkt: Antirassismus und Antiimperialismus; als Autor: Relativizing Auschwitz with Adorno. In: networks.h-net.org/ h-antisemitism. Die postmoderne Querfront. Anmerkungen zu Chantal Mouffes Theorie des Politischen. In: sans phrase. Zeitschrift für Ideologiekritik 12/2018. Demnächst erscheinen: “... it’s not systemic”. Antisemitismus im akademischen Antirassismus. In: T. Amelung (Hg.): Irrwege. Analysen aktueller queerer Politik, Berlin 2020. The Anguish of Freedom. Is Sartre’s existentialism an appropriate foundation for a theory of antisemitism? In: Antisemitism Studies/April 2020
Der Vortrag wird Online als Zoom-Event stattfinden. Weitere Informationen folgen. 
Veranstaltet vom Bündnis gegen Antisemitismus Köln, dem AStA der Universität zu Köln und der Deutsch-Israelischen Gesellschaft AG Köln. Unterstützt von der Amadeu Antonio Stiftung. 

 


 
 

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